Russisch Roulette... Die Agenten, der Kreml und das Kanzleramt
Buch und Regie: Wilfried Huismann - Kamera: Reinhard Gossmann+Daniel Petry - Ton: Thomas Schmidt - Schnitt: Susanne Kirchner-Norberg - Mischung: Karl-Ludwig Toel - Musik: Claudius Brüse - Grafik: Wieslaw Prus - Redaktion: Heribert Blondiau+Jürgen Thebrath
(c) WDR 2004 Länge: 45 Minuten
"... ein Politkrimi aus der Wirklichkeit" (FAZ 13.9.2004)

Unter Verdacht: Volker Foertsch, langjähriger Erster Direktor des Bundesnachrichtendienstes in Pullach. War der mächtigste Mann des BND über 20 Jahre lang ein Maulwurf des sowjetischen KGB? Ermittler der Sicherheitsabteilung des BND sind davon überzeugt. Aber ihre Ermittlungen führen nicht zum Sturz. Die Bundesanwaltschaft stellt die Ermittlungen ein, weil sie keinen handfesten Beweis findet. Allerdings: Ein Zeuge sagt vor der Kamera aus: Foertsch wurde am Vorabend der bevorstehenden Bürodurchsuchung durch die Bundesanwälte gewarnt- und zwar vom Kanzleramt. Foertsch gilt als unantastbar- er kennt viele Geheimnisse des Kalten Krieges. Am Ende der Affäre wird er lautlos in den vorzeitigen Ruhestand geschickt..

Norbert Juretzko, Hauptmann und Agentenführer im BND.Sein Agent "Rübezahl" und andere hochrangige Quellen im russischen Geheimdienst berichten von geheimen KGB-Dokumenten. Daraus geht hervor, dass Direktor Foertsch seit 1974 für das KGB arbeitet. Er soll den BND so führen, dass er handlungsunfähig bleibt. Kanzleramtsminister Schmidtbauer sagt auf einer geheimen Krisensitzung im Jahr 1998, an der auch Juretzko teilnimmt: "Wenn das öffentlich wird, kauft kein Dienst der Welt von uns auch nur noch eine Scheibe Brot." Im Interview bestreitet Schmidtbauer die Vertuschung der Affäre. Juretzko ist am Ende der Dumme: Er wird angeklagt, das KGB-Dokument, das Foertsch belastet, gefälscht zu haben. Der BND verlangt von ihm einen Schadensersatz in Höhe von 500.000 Euro.